SOA bringt Wettbewerbsvorteile in schwierigen Zeiten

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Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten haben jene Unternehmen Vorteile, die ihre IT auf serviceorientierte Architekturen (SOA) umgestellt haben. Das kann nach Ansicht des Bitkom erhebliche Wettbewerbsvorteile für Unternehmen bringen.

SOA ist demnach Basis für die Verbesserung betrieblicher Abläufe und unterstützt beispielsweise das Auslagern von Prozessen. “Serviceorientierte Architekturen ermöglichen es, neue und optimierte Prozesse in einem Unternehmen mit Hilfe der IT sehr schnell umzusetzen und somit zügig auf Marktänderungen zu reagieren”, sagte Karl-Heinz Streibich, Präsidiumsmitglied des Bitkom, auf der CeBIT. Die Zeit von der Anpassung des Geschäftsprozesses bis zur Umstellung der IT-Anwendungen auf die neuen Vorgaben wird dadurch deutlich verkürzt. “Wir reden dank SOA über eine Reduktion der Projektzeit von zwölf Monate auf zwei Monate oder gar zwei Woche”, sagte Streibich.

SOA ist keine reine Architektur der IT-Systeme, sondern vor allem ein neues Konzept: Die IT-Prozesse eines Unternehmens werden demnach konsequent an den ihnen zugrunde liegenden betrieblichen Abläufen ausgerichtet. Die einzelnen IT-Dienste können schneller verändert und neuen Bedingungen angepasst werden, die IT und damit die Unternehmen werden flexibler. Nach aktuellen Umfragen nutzen derzeit zwischen 45 und 50 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen SOA. Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) schätzt für das Jahr 2008 das Marktvolumen von SOA-Beratung in Deutschland auf rund eine Milliarde Euro. Dazu kommt noch anteilig der Lizenzumsatz für SOA-Plattformen und Services. “Die aktuellen Marktprognosen bestätigen unsere Schätzung aus dem Jahr 2007: Damals haben Bitkom und Roland Berger Strategy Consulting erwartet, dass der SOA-Markt in Deutschland von 250 Millionen Euro im Jahr 2006 auf fast 2 Milliarden Euro im Jahr 2010 steigen”, sagte Streibich. Der Weltmarkt soll im gleichen Zeitraum von 9 Milliarden auf 38 Milliarden Euro zulegen. Rund 30 Prozent des Umsatzes entfallen dabei auf die Softwarekomponenten, rund 70 Prozent auf Dienstleistungen für Einführung und Wartung der Software.