Alternative Konzepte auf dem Genfer Automobilsalon

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Auf dem Genfer Auto-Salon vergangene Woche stellten viele Hersteller “alternative” Antriebskonzepte vor. Wir haben sie uns angesehen, auch wenn Autos nicht das Kernthema von silicon.de sind. Da jedoch jeder IT-Manager damit fährt, hat er ein hohes Interesse an dem Thema. Zeit, sich mal grundsätzlich dazu zu äußern.

CIOs, Admins und andere IT-Profis sind von Haus aus an Technik interessiert – eben und gerade, wenn sie auf vier Rädern unterwegs ist. Die unzähligen PS-starken Ausstellungsobjekte auf der CeBIT sind dafür ein aussagekräftiger Beleg. Artikeln auf silicon.de zu Autos und alternativen Antrieben fahren regelmäßig hohe Abrufzahlen ein. Beispielsweise wenn es um den kommenden MINI E von BMW geht. Oder den Tesla Roadster.

Fotogalerie: Alternative Autos auf dem Genfer Auto-Salon

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Die Erklärung dafür ist einfach: Deutsche CIOs sind neben schnellen Autos auch und vor allem an einer sauberen Umwelt interessiert. Ich wage die Behauptung, dass Green IT hierzulande ein solcher Flop geworden ist, gerade weil hiesige IT-Manager sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Thema auseinandersetzen. Wenn es nun “neu” aus Kalifornien importiert wird, fühlen sich nicht wenige auf den Arm genommen – und nehmen eine verständliche Verweigerungshaltung ein.

Die IT-Manager haben neben einem allgemein sehr ausgeprägten Verständnis für Technologien und ihrem “natürlichen” Verantwortungsgefühl für die ihnen anvertrauten Mitarbeiter einen weiteren Grund, sich sehr für die Zukunft des Automobils zu interessieren: Mittelfristig wird das Auto ein weiteres Gadget sein, dass es gilt ins Firmennetzwerke einzubauen. Wie das Internet in einem BMW X6 belegt, werden wir in absehbarer Zeit auch ‘auto-mobil’ online gehen. Die Analysten von Gartner geißeln schon seit Monaten CIOs, die sich dieser Entwicklung verweigern.

Als Journalist mit langjähriger Erfahrung im Automotive-Bereich habe ich mir dieses Jahr die alternativen Wagenkonzepte auf dem Genfer Autosalon in Genf angesehen. Jede grüne Hysterie vermeidend muss man feststellen, dass der Elektromotor als Antriebsmittel auf absehbare Zeit Zukunftsmusik bleibt.

Fotogalerie: Der Tesla-Roadster von Brabus

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Bevor sich besonders umweltbewusste Leser bemüht fühlen, eine geharnischte Replik im Kommentar-Bereich abzugeben, lassen Sie mich folgendes sagen: Ich wäre der erste, der sich ein sauberes Elektrogefährt unter den Hintern klemmen würde. Mit Freuden! Realistisch betrachtet wird dies aber in den kommenden zehn Jahren nicht möglich sein. So Leid es mir tut. Selbst wenn beispielsweise BMW es schafft, seinen MINI E bis 2012 auf deutsche Straßen zu bringen, wird es dennoch an Ladestationen fehlen. Der MINI E wird vermutlich ein ähnliches Schicksal erleiden, wie der aktuell verkaufte Wasserstoff-7er: Toll, aber sinnlos. Solange man in München nur an zwei, drei Zapfsäulen tanken kann, ist der Wagen für den Alltagseinsatz unbrauchbar. Ganz abgesehen von anderen Problemen, die Wasserstoff mit sich bringt. Etwa die Verdunstung. Lassen Sie den Wagen vollgetankt 14 Tage am Flughafen stehen, finden Sie bei Ihrer Rückkehr eine immobile Luxuslimousine mit leerem Tank vor.