Video: SOA bei der Sparkasse

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Was eine SOA zu leisten im Stande ist bekommt man bei der Sparkasse auf eindrucksvolle Weise vor Augen geführt. Ein Interview mit Detlev Klage, Leiter Multikanal Vertrieb und des Architekturboard.

Eine Online-Überweisung aus einem Sparkassenkonto, die Anbindung einer Partner-Bausparkasse, die Fachanwendungen Debitoren/Kreditoren, die Rechteverwaltung für Frau Müller in der Filiale Hannover-Laatzen, all das findet auf einem integrierten Portal statt.

Die Finanzinformatik, also der IT-Dienstleister der Sparkassengruppe, hat in den vergangenen Jahren mit Hilfe von kollaborativen Arbeitsweisen, Forensystemen und Wikis die klassische Client/Server-Welt im Endkundengeschäft abgelöst und sich auch der Grenzen zwischen den Anwendungs-Silos entledigt.

silicon.de hat sich auf der CeBIT mit Detlev Klage, Leiter Multikanal Vertrieb und des Architekturboard der Finanz Informatik, in einem Video-Interview über die besonderen Herausforderungen dieser Architektur unterhalten, denen der Dienstleister auch mit quelloffenen Technologien wie dem Firefox-Browser begenete.

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“Wir haben 1600 Webservices geschaffen, die uns die Fachlichkeit bereitstellt, die binden wir ein und stellen sie unseren Kunden wie Lego-Bausteine zur Verfügung”, erklärt Klage. “Ob sie nun in die Filiale gehen oder über das Internet zugreifen, die Funktionen, die dahinter liegen sind die gleichen.” Außerdem biete die Lösung Unabhängigkeit von Release-Zyklen von Herstellern und erleichtere so eine Anpassung von Geschäftsprozessen.

Mit der ‘Gesamtbanklösung’ OSPlus (One System Plus) werden die 438 Sparkassen, 9 Landesbanken und 10 Bausparkassen Kosten sparen können. Gleichzeigit bekommen sie aber auch die nötige Flexibilität, um ihren besonderen Aufgaben nachgehen zu können. Etwa 300 Sparkassen arbeiten bereits mit OSPlus. Bis 2011 sollen auch die übrigen rund 140 deutschen Sparkassen auf die prozessorientierte Portallösung migrieren.

Dies ermöglicht die Ablösung Client/Server-basierter Anwendungssysteme am Beraterarbeitsplatz und eine weitere Konsolidierung der IT-Landschaften in den Sparkassen. Die Unabhängigkeit von Releasezyklen ermöglicht zusätzlich eine flexiblere und schnellere Anpassung von Geschäftsprozessen.

Dieser Bank-2.0-Architektur sei jedoch ein vollständiger Paradigmenwechsel in den Arbeits- und Organisationsstrukturen in der Finanz Informatik vorangegangen. Dieser müsse den Herausforderungen einer SOA mit einer gestiegenen Komplexität und einem höheren Kommunikationsbedarf gerecht werden, betont Klage. Den Rahmen bildet ein strukturierter, durch interaktive Kommunikation geprägter Entwicklungsprozess. Kollaborative Arbeitsweisen und die Nutzung von Web 2.0-Technologien gehören für die in verteilten Einheiten und parallel agierenden Entwicklerteams bereits heute zum Alltag.

In der Anwendungsbereitstellung nutzt der IT-Dienstleister beispielsweise ein Enterprise Wiki-System mit derzeit 55 aktiven Wikis, 320 Editoren und rund 900.000 Zugriffen im Monat. Im Entwicklerforum finden sich 40 Diskussions-Boards mit 320 Nutzern und monatlich rund 70.000 Zugriffen.

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