Joint Venture Sony Ericsson am Ende?

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Wie das Manager-Magazin in seiner kommenden Ausgabe berichtet, will das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson aus dem Joint Venture mit Sony aussteigen.

Ericsson führe mit dem japanischen Partner bereits Gespräche über seinen Rückzug aus dem Joint Venture. Unter Berufung auf “mit der Situation vertrauten Personen” habe Sony bereits Interesse an einer Komplettübernahme von Ericsson bekundet. Eine offizielle Stellungnahme von Sony Ericsson zu den aktuellen Vorgängen steht allerdings noch aus.

Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation verhandelt Sony nun mit Banken über eine Finanzierung für die mögliche Übernahme. Das Unternehmen musste im letzten Quartal einen Gewinneinbruch von 95 Prozent hinnehmen. Ob und welche Auswirkungen eine Trennung der beiden Unternehmen für den privaten Endkunden hat, ist momentan nur schwer einzuschätzen.

Die Handymarke Sony Ericsson gibt es seit 2001. Davor waren beide Unternehmen eigenständige Handymarken. Zu Beginn der 90er Jahre war Ericsson einer der weltweit größten Hersteller mobiler Telefone. Doch das Design ließ mit der Zeit zu wünschen übrig. Das Joint Venture sollte damals die Erfahrungen von Ericsson im Telekommunikations-Bereich und Sonys Wissen aus der Unterhaltungsindustrie vereinen und die Handymodelle für Endkunden attraktiver machen. Das Joint Venture liegt momentan bei den Verkaufszahlen der Handyhersteller hinter Nokia, Samsung, LG und Motorola auf Platz fünf.