Qimonda im Teufelskreis

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Die sächsische Landesregierung hat am Donnerstag bekannt gegeben, zu einer maßgeblichen Beteiligung am insolventen Speicherchiphersteller Qimonda bereit zu sein. Die Unterstützung sei jedoch an eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft.

Bei Schneeregen und eisigen Temperaturen schlängelten sich am Donnerstag rund 1500 Qimonda-Mitarbeiter durch die Dresdner Innenstadt. Ziel des dritten Protestzuges war der Sächsische Landtag. Dort hatten Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Vormittag in einer Sondersitzung über die Zukunft von Qimonda debattiert.

Qimonda
Bei Regen und Kälte marschierten die Qimonda-Mitarbeiter für ihre Zukunft durch die Innenstadt von Dresden.
Foto: silicon.de

Tillich hatte bis zu der Sondersitzung offen gelassen, ob eine Landesbeteiligung in Betracht kommen könnte. Voraussetzung für eine staatliche Unterstützung Qimondas sei ein Investor als Fundament und ein tragfähiger Geschäftsplan. Jurk sagte in der Sondersitzung, dass er sich auch eine direkte Beteiligung als Übergangslösung vorstellen könne. Doch die Mehrheit müsse in den Händen der Investoren liegen. Eine Beteiligung von 25 Prozent sei denkbar, damit hätte das Land Sachsen eine Sperrminorität, um seinen Einfluss bei wichtigen Entscheidungen geltend machen zu können.

Jurk bezeichnete es als großes Problem, dass die Verhandlungen mit dem chinesischen Software-Unternehmen Inspur erst in der kommenden Woche beginnen könnten. Dabei wurde das Nachfolgeunternehmen schon beim Namen genannt. ‘Q-NewCo’ soll der Qimonda-Nachfolger heißen. Bevor weitere Schritte gemacht werden, müsse jedoch die Gesamtfinanzierung offen auf dem Tisch liegen.