IBM USA plant 5000 Entlassungen

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Der IT-Konzern IBM wird in den USA tausende Stellen streichen und im Lohnbilligland Indien neu schaffen. Das dürfte die US-Amerikaner vor den Kopf stoßen. Schließlich hat ihr neuer Präsident Barrack Obama versprochen, Jobs in den USA zu halten. Gegen Konzerne wie Big Blue ist er jedoch machtlos.

IBM plant nach Angaben des Wall Street Journal, 5000 Stellen zu transferieren. Von verschiedenen US-Standorten “wandern” die Stellen bald ins indische Bangalore. Die Mitarbeiter in den USA sollen entlassen werden.

Dabei wird es die Mitarbeiter in der Dienstleistungs-Organisation “Global Business Services” treffen. Also in genau der Sparte, auf die IBM so viel wert legt, weil sie gute Wachstumsaussichten hat. Ein Analyst wird in der US-Presse mit der Vermutung zitiert, es handle sich vor allem um den Fachbereich rund um Enterprise Ressource Planning (ERP). Auch die Netzwartung, Anwendungsentwicklung und der technische Support sollen beschnitten werden.

Obwohl mehr als 70 Prozent der IBM-Belegschaft außerhalb der USA arbeiten, sollen die Kürzungen nur dort zuschlagen. In Deutschland beschäftigt IBM nach eigenen Angaben derzeit etwa 21.500 Mitarbeiter an rund 40 Standorten. IBMs Service-Sparte ist nach Umsatz und Mitarbeiterzahl die größte innerhalb des Konzerns. Sie beschäftigt rund 180.000 Personen, ihr Umsatz liegt bei 19,6 Milliarden Dollar. Insgesamt hat IBM rund 398.500 Mitarbeiter unter Vertrag.

In den USA verringerte sich die Zahl der Beschäftigten bereits innerhalb des vergangenen Jahres von 121.000 auf 115.000. IBM verdiente im vergangenen Jahr 16,7 Milliarden Dollar und konnte auch vergangenes Jahr Gewinnsprünge vorweisen. Derzeit kann der Konzern die Weltwirtschaftskrise und die Kaufabsichten für Sun Microsystems ( sofern sie bestätigt werden) als Grund für die Kürzungen anführen.