Qimonda: Merkel soll helfen

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Mitarbeiter des insolventen Speicherchip-Herstellers Qimonda haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Dresden eingeladen. Inspiration für die Einladung ist offenbar der jüngste Besuch der Kanzlerin im Rüsselsheimer Opel-Werk.

Wie die Dresdner Neusten Nachrichten berichten, wollen die Mitarbeiter Merkel die Bedeutung Qimondas für die deutsche Industrie sowie die neue Chiptechnik ‘Buried Worldline’ nahebringen.

“Der Betriebsrat und die Belegschaft von Qimonda Dresden sind davon überzeugt, dass die Halbleitertechnologie in Deutschland und somit in Europa eine Zukunft haben muss”, heißt es in dem Schreiben ans Bundeskanzleramt. “Letztlich hoffen wir auf finanzielle Unterstützung vom Bund und Hilfen bei der Investorensuche”, sagte Martin Welzel, Betriebsratsvorsitzender von Qimonda Dresden.

Wie die Sächsische Zeitung meldete, haben sich Qimonda-Mitarbeiter derweil über verzögerte Lohnzahlungen verärgert gezeigt. Insolvenzverwalter Michael Jaffé habe das Insolvenzgeld für den März nicht wie bisher zum Monatszehnten überwiesen. Stattdessen sollten sie das Geld erst im Mai bekommen.

Jaffés Sprecher Sebastian Brunner verwies darauf, dass mit der Eröffnung der Insolvenz am 1. April nicht mehr der Insolvenzverwalter für die Lohnauszahlung zuständig sei, sondern die Agentur für Arbeit. Von dort komme das März-Gehalt “in den nächsten Tagen”.

Nach diesem Medienbericht reisen Mitarbeiter des Insolvenzverwalters in den kommenden Tagen nach China, um erneut mit einem möglichen Käufer zu verhandeln. Neue Namen außer dem bekannten Interessenten Inspur wurden nicht genannt.

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Qimonda
Dresden, im Februar: Den Weg zum Firmengelände säumen Bilder der Qimonda-Mitarbeiter. So soll auf das Schicksal jedes Einzelnen hingewiesen werden.
Foto: silicon.de

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