Ubuntu-Macher zweifeln massenhafte Verbreitung von Windows auf Netbooks an

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96 Prozent aller Netbooks, so war von Microsoft zu hören, laufen inzwischen mit Microsoft – und nicht mit einem Linux-Betriebssystem. Allerdings sind diese Zahlen ein bisschen unsauber, wenn man den Kritikern aus dem Linux-Lager um Canonical glauben darf.

Brandon LeBlanc, Produkt-Manager für Microsoft Windows, schrieb in einem Blog, dass sich der Anteil an Windows-Netbooks innerhalb eines Jahres von 10 auf derzeit 96 Prozent erhöht habe. Belege brächten die Zahlen der Marktforschungsfirma NPD Group. Die Marktforscher zählen unter dem Oberbegriff Netbook alle mobilen Rechner mit einem Bildschirm unter 10,2 Zoll und die unter 500 Dollar kosten. Laut ihren Angaben ist derzeit auf 96 Prozent der derzeit verkauften Netbooks in den USA das Betriebssystem Windows installiert.

Chris Kenyon Director of Business Development bei Canonical, dem Unternehmen, das hinter der Linux-Distribution Ubuntu steht, zweifelt den Wert dieser Zahlen an. Es entspreche nicht dem tatsächlichen Kräfteverhältnissen der Betriebssysteme auf Netbooks.

Die NPD-Zahlen seien nicht direkt falsch, doch würden sie nur das wiederspiegeln, was im US-Einzelhandel verkauft wird. Selbstverständlich sei hier der Anteil an Windows-Notebooks sehr viel höher als in anderen Verkaufskanälen. Schließlich seien die großen Einzelhandelsketten auch nicht die bevorzugte Quelle für den Linux-Enthusiasten und damit auch höchst zweifelhaft, von diesen Zahlen auf die tatsächliche Verbreitung zu schließen.

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