Steve Jobs: Apples Trumpfkarte

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Ein heikles Thema sorgt wieder für Schlagzeilen: Der gesundheitliche Zustand von Apple-Chef Steve Jobs. Heikel ist das Thema unter anderem deshalb, weil es den Aktienkurs von Apple zum Tanzen bringen kann.

Dieses Mal ist es das angesehene Wall Street Journal (WSJ), das die Krankenakte Jobs auf die Agenda setzte. Der Apple-Chef übe seine Führungsrolle auch während seiner medizinisch begründeten Abwesenheit aktiv aus, meldete das Blatt.

Demnach arbeitet Jobs weiterhin an wichtigen Strategien und künftigen Projekten seines Unternehmens. Den WSJ-Quellen zufolge war Jobs am Oberflächen-Design des ‘iPhone OS 3.0’ beteiligt. Zudem habe der Apple-Chef an der Entwicklung eines neuen iPhone mitgewirkt. Außerdem arbeite Jobs an einem tragbaren Gerät, das kleiner ist als die derzeitigen Apple-Laptops und größer als das iPhone oder der iPod Touch.

Jobs hatte Anfang Januar mitgeteilt, dass er an einer Hormonstörung leidet. Mitte Januar legte er den CEO-Posten vorübergehend nieder und kündigte eine Rückkehr für Ende Juni an. In der Zwischenzeit wird das Unternehmen von Chief Operating Officer Tim Cook geleitet.

Als Branchenbeobachter fragt man sich, warum diese Quellen gerade jetzt gesprächig wurden. Soll die Branche in der Mitte der Auszeit an Jobs erinnert werden? Wird die Apple-Ikone Jobs blank poliert, weil der erfolgsverwöhnte Hersteller rückläufige Verkaufszahlen verkraften muss?

So hat Apple nach Zahlen des Marktforschers NPD Group im Februar 16 Prozent weniger Mac-Computer verkauft als im Februar 2008. Eine Ursache für den Rückgang ist nach Angaben der Investmentbank Piper Jaffray die rückläufige Nachfrage der Verbraucher.