Satyam verkauft

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Der IT-Dienstleister Satyam hat einen neuen Eigentümer. Satyam war im Januar in die Schlagzeilen gekommen, als Indiens Polizei den Firmengründer Ramalinga Raju verhaftete. Raju räumte Bilanzfälschungen im großen Stil ein und trat vom CEO-Posten zurück.

Wie jetzt bekannt wurde, hat der indische IT-Konzern Tech Mahindra den Zuschlag für Satyam erhalten. Tech Mahindra kauft zunächst knapp ein Drittel der Anteile für etwa 350 Millionen Dollar. Später sollen weitere 20 Prozent hinzukommen.

Insgesamt will Tech Mahindra die Mehrheit an Satyam für gut eine halbe Milliarde Dollar übernehmen. Tech Mahindra hofft mit der Übernahme besser gegen die Konkurrenten Infosys, Tata Consultancy Services (TCS) und Wipro zu bestehen. 31 Prozent von Tech Mahindra gehören der britischen BT Group.

Wie im Januar durchsickerte, hatte Raju die Satyam-Bilanzen jahrelang fälschen lassen. So wurden die Verbindlichkeiten zu niedrig angesetzt. Zudem wurden die Gewinne aus dem Kerngeschäft geschönt – angeblich, um eine feindliche Übernahme abzuwehren.

So hatte Satyam für das dritte Geschäftsquartal (Dauer bis Ende September 2008) eine operative Marge von 24 Prozent angegeben. In Wirklichkeit lag die operative Marge bei 3 Prozent. Auch die Höhe der Umsätze lag 22 Prozent unter den zunächst veröffentlichten Zahlen.

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Ramalinga Raju
Raju: Jahrelang Bilanzen frisiert
Foto: Helmut Weissenbach

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