Wiener Linux-Studie bleibt unter Verschluss

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Eine von der Stadtverwaltung Wien in Auftrag gegebene Studie über den Einsatz von Linux und Open Source in der Verwaltung soll nun nicht veröffentlicht werden. Da die einzelnen Bereich frei wählen können, ist die Verbreitung von Linux bislang eher kläglich.

Die Studie mit dem Namen STOSS 2 sei ein “interner Arbeitsbehelf” für “folgenschwere Entscheidungen”, so wird der Schritt von der Stadt jetzt begründet. Man wolle dem “Mitbewerb” keine Informationen zuspielen, daher solle die Studie geheim bleiben.

Nachdem im zurückliegenden Sommer von den rund 1000 Linux Rechnern bei der Stadt Wien 720 wieder auf XP migriert wurden, wurde das Projekt von mehreren Seiten als gescheitert angesehen. Insgesamt sind in Wien 32.000 PC-Arbeitsplätze im Einsatz.

Die Migration auf Linux beruht in den einzelnen Abteilungen auf Freiwilligkeit. Der Preisvorteil eines Linux-Rechners gegenüber dem eines Windows-Rechners der bei den Abteilungen ist zudem marginal. So erklärt sich die niedrige Verbreitung der Linux-Rechner.

Im November 2004 wurde die erste Wirtschaftlichkeitsuntersuchung unter dem Namen “Studie Open Source Software” (STOSS) vorgestellt und auch öffentlich gemacht. Über den Kosten und Nutzen von Open Source sollte nun die Nachfolgestudie STOSS 2 informieren.

STOSS 2 sollte eigentlich bereits im Herbst vergangenen Jahres veröffentlicht werden und soll laut Gerüchten, von denen der ORF zu berichten weiß, bereits fertig sein. Da die Studie aber wie es von der Stadtverwaltung heißt, viele heikle Punkte aufweise, wolle man die zweite Auflage lieber unter Verschluss halten. Vermutlich wollen die Stadtväter den Verkaufsargumenten von Software-Anbietern wie Microsoft nicht in die Hände spielen.

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