Joost will sich verkaufen

ManagementProjekteService-ProviderSoftware-Hersteller

Mit Skype hatten die Entwickler Janus Friis und Niklas Zennström mehr Glück. Ihr Online-Videodienst Joost hat den Durchbruch dagegen nicht geschafft und könnte jetzt vor einem Eigentümerwechsel stehen.

Joost sucht angeblich nach einem Käufer. Das vermelden dem Unternehmen nahestehende Quellen. Demnach hat sich der angeschlagene Videodienst mehreren Betreibern von Kabel- und Satellitenfernsehen zum Kauf angeboten. Time Warner Cable soll bereits Interesse an Joost geäußert haben. Sprecher beider Unternehmen wollten die Gerüchte nicht kommentieren.

Der Videodienst der Kazaa- und Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström hatte im Januar 2007 den Betrieb aufgenommen. Die beiden Unternehmer kündigten damals einen effizienten und günstigen Vertriebsweg für Videoinhalte im Internet an.

Trotz einem Relaunch im Oktober 2008 war es dem Unternehmen nicht gelungen, sich gegen die Konkurrenz von YouTube oder Hulu zu behaupten. Zudem hatte Anfang des Monats Sony Pictures seine Lizenzvereinbarung mit Joost nicht verlängert und stattdessen seine Zusammenarbeit mit YouTube ausgebaut.

&nbsp

 Michelangelo Volpi
Joost-CEO Michelangelo Volpi
Foto: Joost

&nbsp