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Das von deutschen Doktoranden gegründete Unternehmen Mendeley bietet eine kostenlose Software zum Verwalten und Austauschen wissenschaftlicher Artikel an. Mendeley ist auch eine Website, die Wissenschaftler vernetzt.

Das Unternehmen wurde Ende 2007 von Paul Föckler, Victor Henning und Jan Reichelt in London gegründet. Als Investoren sind mit an Bord: Stefan Glänzer, ehemaliger Executive Chairman von Last.fm, Alejandro Zubillaga, früher Head of Digital Strategy der Warner Music Group sowie Gründungsingenieure von Skype.

Mendeley Desktop ist eine Software für Windows, Mac und Linux, die automatisch die Metadaten, den Volltext und die zitierten Referenzen aus wissenschaftlichen PDF-Artikeln extrahiert. Daraus erstellt die Software eine persönliche Artikelbibliothek, die Such-, Filter- und Tagging-Funktionen beinhaltet sowie mit der Artikelbibliothek von Kollegen synchronisiert werden kann.

In ‘Mendeley Web’, dem dazugehörigen Online-Netzwerk, können Nutzer ihre Artikel lesen, verwalten und sich mit Forschern vernetzen. “Je größer unsere Datenbank wird, desto detailliertere Statistiken über Forschungstrends verschiedener Disziplinen und die Leserschaft jedes einzelnen Artikels können wir erstellen”, sagte Victor Henning. “Zusätzlich kommt bald ein Empfehlungssystem für wissenschaftliche Artikel hinzu.”

Im März hatte Mendeley den europäischen Start-up-Wettbewerb Plugg.eu gewonnen. Ebenfalls im März schloss das Unternehmen seine erste Finanzierungsrunde ab, in der es 1,5 Millionen Euro erhielt.