Studie: Flexible Arbeitszeiten sind mehr Wert als Geld

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Flexible Arbeitszeiten sind für europäische Angestellte ein wertvolles Gut. So würden 67 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland dafür einen niedrigeren Lohn in Kauf nehmen. Im europäischen Vergleich sind es sogar 75 Prozent.

Dies ergab die Studie ‘Flexible Working 2009’ des unabhängigen Marktforschers Dynamic Markets im Auftrag von Avaya, einem Anbieter von Lösungen für die Geschäftskommunikation. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 3518 Angestellte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland und Spanien befragt. Demnach wären die Befragten sogar bereit, auf durchschnittlich 11 Prozent ihres Vergütungspakets zu Gunsten von flexiblen Arbeitszeiten zu verzichten. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Dynamischere Arbeitsmodelle, die Mitarbeitern erlauben, die Arbeitszeiten und den Ort, von dem aus sie ihre Arbeit verrichten, selbst festzulegen, können die Zufriedenheit, Produktivität sowie Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber steigern.

“Es ist erstaunlich zu sehen, welchen Stellenwert das Thema Flexibilität bei Mitarbeitern einnimmt”, stellt Hans-Jürgen Jobst, Leiter Produkt- und Service-Marketing bei Avaya in Deutschland, fest. “Daraus lassen sich Chancen für Arbeitgeber ableiten, talentierte Mitarbeiter zu halten, für die eine ‘Work-Life-Balance’ wichtiger ist als feste Arbeitszeiten. Das gilt insbesondere für Erziehende, die dynamische Arbeitsmodelle sehr schätzen.”

Etwa 66 Prozent der über 3500 Befragten können selbst bestimmen, wann und von wo aus sie arbeiten. Unter den 501 Befragten in Deutschland sind das sogar 72 Prozent, in Spanien lediglich 52 Prozent. Erwartungsgemäß nimmt der Grad der Flexibilität mit der Verantwortung im Unternehmen zu. So arbeiten europaweit etwa 83 Prozent der Mitarbeiter, die flexibel arbeiten, im gehobenen Management und nur 63 Prozent im unteren Management.