Ballmer wäre gern Basketball-Trainer

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Steve Ballmer erzählt im Interview mit der New York Times wie es sich anfühlt der Boss von Microsoft zu sein. Die größte Herausforderung für ihn ist es, die richtige Balance zwischen Optimismus und Realismus zu finden.

In dem Interview mit der New York Times äußerte Ballmer sogar Eigenkritik. Wenn er auf seine Arbeit zurückblickt, erkennt er, dass er in vieler Hinsicht selbst an sich arbeiten müsse. Er sei zu sehr ein ungeduldiger Vorausdenker, der mit seinem Gedanken oft schon meilenweit den anderen Leuten voraus ist. Er müsse eben rasch Entscheidungen treffen, wobei seine Kollegen manchmal auf der Strecke bleiben.

Auf die Frage, was er machen würde, wenn er sich einen anderen Beruf auswählen könnte, antwortete Ballmer, dass er sehr gern mit jungen Leuten zusammenarbeiten würde. Entweder als Basketball-Trainer an einer Highschool oder als Lehrer an einer Wirtschaftsuniversität. Da würde er seinen Studenten etwas über Mitarbeiterführung erzählen.

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Der Interviewer stellte Ballmer auch die Frage, wie sich sein Verhalten gegenüber Bewerbern verändert habe. Vor zehn Jahren hat Ballmer seine Mitarbeiter noch nach einem anderen Schema ausgewählt als heute. Damals pickte er sich nur die besten Talente heraus, die auch einen starken Willen hatten, viel und hart zu arbeiten. Außerdem mussten sie eine Passion für Technologie haben und natürlich über profunde Mathematik- und wissenschaftliche Kenntnisse verfügen. Doch heute sei die Technologie viel komplexer als vor zehn Jahren, sagte Ballmer. Wenn er auf der Suche nach künftigen Mitarbeitern ist, fragt er nun nach persönlichen Errungenschaften und worauf man wirklich stolz sei. Er suche nach einer Kombination aus Intelligenz und Leidenschaft und, um das herauszufinden, beleuchte er die Vergangenheit der Job-Anwärter.

Doch was könnte man bei Microsoft noch besser machen? Ballmer wünscht sich mehr Effizienz in seinem Unternehmen. Microsoft müsse sich stärker auf die Bedürfnisse der Kunden und des Marktes konzentrieren.