SAP plant weitere Übernahmen

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Trotz einbrechender Gewinne und schwieriger Gesamtsituation will Europas größter Softwarehersteller weiter investieren. Konkret sind weitere Übernahmen angedacht. Auch für die Mitarbeiter gibt es vorerst Entwarnung: Das Unternehmen plant für 2009 keinen weiteren Stellenabbau.

2009 hat SAP bislang den US-Softwareanbieter Clear Standards und den französischen Softwareentwickler Highdeal übernommen. “Solche Investitionen sind gerade in schwierigen Zeiten von großer Bedeutung, weil wir damit jetzt den Grundstein für künftiges Wachstum legen können”, sagte Co-Vorstandschef Leo Apotheker auf der Hauptversammlung des Konzerns.

Einen weiteren Stellenabbau – über die angekündigten Stellenstreichungen hinaus – werde es auch bei ausbleibender Konjunkturbelebung nicht geben. Einen konkreten Ausblick wagte Apotheker aber nicht. “2009 ist und bleibt ein außerordentlich schwieriges Jahr.” Weil derzeit keine nennenswerte Verbesserung der Wirtschaftslage zu erkennen sei, könne keine verlässliche Umsatzprognose abgegeben werden, erklärte er.

Um dem Gewinneinbruch entgegen zu wirken, hat der DAX-Konzern ferner ein millionenschweres Sparprogramm aufgelegt. Apotheker und der Ende Mai ausscheidenden Co-Vorstandschef Henning Kagermann verteidigten vor den Aktionären die Maßnahme als notwendig, damit SAP in der Krise handlungsfähig bleibt.

Kagermann hielt auf der diesjährigen SAP-Hauptversammlung seine offizielle Abschlussrede. Der Manager scheidet Anfang Juni nach 18 Jahren im SAP-Vorstand aus seinem Amt aus. Der Stellenabbau sei “eine der schwersten Entscheidungen” seiner Laufbahn gewesen, so der scheidende SAP-Chef.