Infineon: Kley kündigt Rücktritt für 2010 an

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Der umstrittene Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley hat für kommendes Jahr seinen Abtritt bekannt gegeben. Er werde sich bei der Hauptversammlung im Februar nicht mehr zur Wiederwahl stellen, erklärte Kley gegenüber der Tageszeitung Die Welt.

Geplant sei außerdem, dass der Aufsichtsrat von bisher 16 auf zwölf Mitglieder verkleinert werde. Bei der vergangenen Hauptversammlung hatten die unzufriedenen Aktionäre Kley lediglich mit 50,03 Prozent das Vertrauen ausgesprochen. Infineon hat zur Zeit mit tiefroten Zahlen zu kämpfen. Der 69-jährige Kley wird für die angespannte Lage des Halbleiterkonzerns mit verantwortlich gemacht. Seit 2002 ist er Aufsichtsratsvorsitzender bei der Infineon AG.

Doch Kley verwies auch auf die Geschäftseinbrüche und hohen Schulden anderer Halbleiterunternehmen. “Jeder schaut, dass er sein Geld in der Kasse hält. Wir auch”, fügte Vorstandschef Peter Bauer hinzu. Den Mitarbeitern müsse er aber wahrscheinlich keine weiteren Opfer abverlangen. “Ich glaube, dass wir im März bei unserem Umsatz den Boden erreicht haben”, bekräftigte Bauer. “Im laufenden Quartal können wir sogar leicht wachsen, zehn Prozent sind möglich”, führte Bauer weiter aus.

Max Dietrich Kley
Der Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley tritt im Februar 2010 nicht mehr zur Wiederwahl an.
Foto: Infineon