AMD wirft Intel auch Absprachen mit Apple vor

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Erneut muss Chiphersteller Intel Kritik von Advanced Micro Devices (AMD) einstecken. Nun behauptet ein AMD-Manager, dass Intel 2005 mit Apple einen exklusiven Liefervertrag geschlossen habe.

Damit sei AMD vom Geschäft mit Apple ausgeschlossen worden. So existieren derzeit keine Apple-Produkte, die mit einer AMD-CPU angetrieben würden. In einem Telefoninterview mit dem CNET-Redakteur Brooke Crothers erklärte der Vice President für Rechtsfragen bei AMD, Tom McCoy, dass Apple seit langem einen Exklusiv-Vertrag mit Intel habe. So würden derzeit lediglich Intel-Prozessoren in Server, Laptops und Desktops verbaut.

Das Abkommen sei 2005 getroffen worden, als Apple sich von IBMs PowerPC verabschiedete und auf Intel wechselte. McCoy glaube zudem, dass Intel an diesem Architekturwechsel beteiligt war. “Ich glaube, dass Intel Exklusivität nachgefragt und auch bekommen hat. Im Gegenzug sicherte Intel Apple Hilfe bei dem Architekturwechsel zu.”

McCoy hingegen hat sich an dieser Stelle zurückgehalten, das Verhalten Intels als illegal abzustempeln. Ähnliche Vorwürfe hatte AMD 2005 bereits gegen den Hersteller Dell formuliert. Dell bot, wie heute Apple, damals keinen einzigen PC mit einer AMD-CPU an. Heute existiert zumindest ein Dell-Rechner mit einer AMD-CPU.

Erst vor wenigen Tagen hatte die EU Intel zu einer Rekordstrafe verurteilt. Die Begründung war, dass Intel mit unfairen Wettbewerbsmethoden den Konkurrenten AMD aus dem Geschäft gedrängt hat.

Intel hingegen erklärt, dass sich Apple vor allem aufgrund der Technologie für Intel entschieden habe.

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