US-Embargo: Microsoft stellt Dienste ein

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Jetzt ist es bestätigt: In insgesamt fünf Staaten ist derzeit kein Zugang zu Microsofts Live Messenger mehr möglich. Man will so die Zusammenarbeit mit dem Feind behindern, heißt es von der zuständigen US-Behörde.

Betroffen sind Nutzer in den Staaten Kuba, Syrien, Iran, Sudan und Nordkorea. Hier erhalten die Anwender beim Log-in eine Fehlermeldung. Gegen einzelne Staaten dieser Liste haben die USA bereits seit acht Jahren ein Embargo verhängt.

Für weitere Details verweist das Unternehmen in einem Blog auf die zum US-Schatzamt gehörende Behörde ‘Office of Foreign Assets Control’ (OFAC), die die Einhaltung von Handelssanktionen überwacht. Laut Behörde sollen die Auflagen eine “Zusammenarbeit mit dem Feind” verhindern und zum Kampf gegen Terrorismus sowie Menschenrechtsverletzungen beitragen.

Für Fragen sorgt derzeit der Zeitpunkt der Deaktivierung, denn bislang war der Live Messenger aus all diesen Staaten und vor allem trotz Embargo verfügbar. Mitte April hatte die US-Regierung das Telekom-Embargo gegen Kuba teilweise aufgehoben. US-Bürger können seither Handy- und Satelliten-Verträge für Kubaner abschließen. Zudem dürfen US-Provider Glasfaser- und Satellitenverbindungen zwischen den USA und Kuba errichten, den Microsoft-Dienst dürfen die Inselbewohner jedoch nicht mehr verwenden.

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