In Jülich starten Europas schnellste Rechner

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Heute wird mit ‘Jugene’ in Europa der erste Supercomputer der Petaflop-Klasse an den Start gehen. Neben dem IBM-System soll mit ‘JuRoPA2’ auch ein Supercomputer von Sun Microsystems am Forschungszentrum Jülich Grundlagenforschung ermöglichen.

Der IBM-Rechner Jugene und das Sun-System JuRoPA2 wird von internationalen und nationalen Forscherteams für herausgehobene Problemstellungen und Simulationen in den Wissenschaftsbereichen Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, Materialwissenschaften und Umweltwissenschaften eingesetzt. So helfen die Computer den Wissenschaftlern am Forschungszentrum Jülich beispielsweise dabei, die Schadstoffausbreitung in Boden und Grundwasser besser zu verstehen oder das Verhalten von Biomolekülen nachzuvollziehen.

Dabei erreicht der Supercomputer Jugene eine Spitzenrechenleistung von bis zu 1 Petaflop/s. Das sind bis zu 1 Billiarde oder 10 hoch 15 Rechenoperationen pro Sekunde. Er ist damit so leistungsstark, daß er eine Million mal eine Milliarde Berechnungen pro Sekunde machen kann. Mit anderen Worten: Eine Milliarde Menschen müssten jeweils pro Sekunde eine Million Berechnungen mit dem Taschenrechner durchführen, um annähernd gleich schnell zu sein. In der Rangliste der weltweit schnellsten Supercomputer würde der Rechner nach jetzigem Stand einen Platz unter den fünf schnellsten Systemen weltweit einnehmen.

“Supercomputer sind eine universelle Schlüsseltechnologie und bieten uns einen völlig neuen Zugang zur Lösung der komplexesten wissenschaftlichen Probleme”, sagt Professor Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums. “IBM und das Forschungszentrum Jülich arbeiten eng und erfolgreich zusammen und bieten den europäischen Wissenschaftlern die besten Werkzeuge für ihre Forschung.”

Heute werden neben anderen die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, Jugene einweihen. Das System mit dem Namen Jugene finanziert zu gleichen Teilen Bund und Land Nordrhein-Westfalen, und wird vom Forschungzentrum Jülich im Rahmen des ‘Gauß Centre for Supercomputing’ (GCS) betrieben.

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