E-Mail-Killer Wave – die perfekte Welle?

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Da hat sich ja Google wieder was vorgenommen. Tatsächlich könnte das, was der Internetkonzern auf der Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco vorgestellt hat, die moderne digitale Kommunikation nachhaltig verändern. Denn Google Wave kombiniert E-Mail, Chat, Textedition, Foto-Versand und –Tausch sowie Netzwerkplausch und hat es dennoch geschafft eine übersichtliche Benutzeroberfläche zu schaffen.

Möglich ist bei Google Wave beispielsweise auf beliebige Abschnitte einer E-Mail direkt zu antworten, so dass die Antwort dann an dieser Stelle angezeigt wird. Weitere Teilnehmer der Kommunikation können jederzeit einbezogen werden.

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Ähnlich wie beim Wiki-Prinzip der Wikipedia könnten auch längere Texte online von mehreren Nutzern ausgetauscht, bearbeitet und verändert werden. Dasselbe gilt nach Google-Angaben für Tabellen, Präsentationen, Fotos, Videos und Karten. Alles stünde beliebig vielen Anwendern überall auf der Welt, wo es eine Internetverbindung gibt, jederzeit zur Verfügung.

Google lud die Entwickler dazu ein, Wave als Open-Source-Projekt gemeinsam weiterzuführen. Die Wave-Macher hoffen, dass Wave in populäre Internet-Dienste wie Facebook und Twitter integriert werden kann. Auch für Betreiber von privaten Websites soll es möglich werden, Wave einzubauen. Die Software soll im Laufe des Jahres fertiggestellt sein.

Maßgeblich entwickelt wurde Google Wave von den Brüdern Lars und Jens Rasmussen. Sie waren bereits für die Entwicklung der im Jahr 2005 eingeführten Google Maps verantwortlich. Lars Rasmussen sagte zu den Beweggründen für Wave: “Wir haben damit angefangen, indem wir uns gefragt haben: ‘Wie würde die E-Mail aussehen, wenn sie heute neu erfunden würde?'”.