Phil Spectors mörderischer Twitter

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Wer als ehemaliger Produzent von John Lennon, Tina Turner, Ravi Shankar oder auch Eric Clapton die Grenzen des Gesetzes überschreitet, bekommt offenbar einige Haftvergünstigungen. Im Fall von Phil Spector heißen diese iPod und Laptop.

Seitdem die Musiklegende sich des Mordes an der Schauspielerin Lana Clarcson für Schuldig bekannte, sitzt er im Bezirksgefängnis von LA und unterhält von dort aus die Menschheit. Zwar nicht mit neuen Hit-Singles aber mit einem durchaus lesenswerten Twitter-Feeds.

Auch wenn Bob Dylan einst in einem Interview mit dem Magazin Rolling Stone erklärte: “Die Welt könnte eine neue Phil-Spector-Platte brauchen”, zieht es der Produzent vor, seine Zeit mit Twitter zuzubringen und so wundervolle Sentenzen von sich zu geben wie: “Wenn Gott den Durchschnittsmenschen nach seinem Ebenbild schuf, dann war Mozart noch höher als Gott.” Mit seiner Frisur erinnert Spector jedoch eher an Beethoven.

Spector, der irgendwie die nächsten 19 Jahre rumkriegen muss, macht sich jedoch auch Gedanken über Religion: “Wenn man zu Gott spricht, ist das ein Gebet. Wenn Gott antwortet, ist es Schizophrenie.” Der Produzent sorgt sich zudem darüber, dass Bob Dylen und Bill Cosby eine Ehrendoktorwürde bekommen haben und er nicht.

Neben dem iPod ist ihm nicht recht viel geblieben, um sich die Zeit zu vertreiben. Derzeit folgt er dem Twitter von Yoko Ono, hört Engelbert Humperdinck und Lilly Allen und ist der Ansicht, dass Spinnen den Teufel repräsentieren.

Trotz oder vielleicht gerade wengen der reizarmen Gefängnisumgebung hatt der Twitt-Account Spectors einen besonderen Reiz. Dafür sorgen nicht zuletzt Eintragungen wie dieser: “Ich liege auf meinem Bett und kichere ohne Grund, das muss wohl an den Medikamenten liegen.”

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