Auch Seagate hebt Prognose an

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Die Stimmen mehren sich, wonach die Talsohle der Krise durchschritten ist: Nun hat Seagate seine Prognose für das vierte Geschäftsquartal – es dauert noch bis zum 3. Juli – um bis zu 15 Prozent angehoben. Statt eines Umsatzes zwischen 1,9 und 2,2 Milliarden Dollar erwartet der Festplattenexperte nun Einnahmen von 2,2 bis 2,3 Milliarden Dollar.

Seit April haben sich laut Seagate die Verkaufszahlen und auch die Preiskalkulation positiv entwickelt. Das Unternehmen rechnet nun mit weltweit 120 Millionen verkauften Festplatten im laufenden Fiskalquartal. Die ursprüngliche Annahme lag bei 114 Millionen Stück, was einem Plus von fünf Prozent entspricht.

Zudem hat Seagate eine erste Prognose für das erste Geschäftsquartal 2010 (bis 2. Oktober 2009) abgegeben. Der weltweite Markt für Festplatten werde saisonbedingt zwischen Juli und September um sechs bis acht Prozent wachsen. Eine Ausnahme sei der Enterprise-Markt, der das Niveau des Juni-Quartals erreiche. Auf Basis dieser Schätzung sagt Seagate einen Umsatz zwischen 2,35 und 2,5 Milliarden Dollar voraus.

Der Festplattenhersteller hatte erst im Mai ein umfassendes Restrukturierungsprogramm angekündigt. 1100 Stellen sollen abgebaut werden, was etwa 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht. Die Einsparungen sollen dazu beitragen, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 (bis Juli 2010) wieder in die Gewinnzone zurückkehrt. Die jährlichen Einsparungen belaufen sich auf 125 Millionen Dollar. Durch die Entlassungen kommen allerdings bis Ende Juli zusätzliche Ausgaben in Höhe von 72 Millionen Dollar für Abfindungen auf das Unternehmen zu.

Bereits im Januar hatte sich der Festplattenhersteller von 800 Mitarbeitern getrennt. Die Personalkosten sind laut Seagate seitdem um mehr als 25 Prozent gesunken.