Londoner Börse verabschiedet sich von Windows-Plattform

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Da die Windows-Plattform der London Stock Exchange (LSE) nicht belastbar genug war, läuft jetzt der Handel über eine Linux-Plattform.

Als im vergangenen September auf dem Parkett der LSE nichts mehr ging, weil das Handelssystem ausgefallen war, konnte lange Zeit nur über die Ursache des Fehlers spekuliert werden. Wie der Journalist Steven J. Vaughan-Nichols jetzt unter Berufung auf interne Quellen bei der LSE berichtet, soll das Windows-basierte System TradElect den Ausfall verursacht haben.

TradElect brachte den Handel nahezu einen ganzen Tag lang zum stehen. Der Verantwortliche CEO der LSE, Clara Furse, hat inzwischen ohne Nennung von Gründen, die Börse verlassen. Ihr Nachfolger Xavier Rolet soll als eine der ersten Amtshandlungen die Ablösung von TradElect beschlossen haben.

TradElect lief auf HP ProLiant und auf Windows Server 2003. Das Programm stammt von Microsoft und dem Beratungshaus Accenture und ist eine Mischung aus .Net und C#. Im Backend lief ein SQL Server 2000. Das Ziel der Anwendung war, dass die Transaktionen unter 10 Millisekunden liegen sollten. Wie die Quellen bei der LSE berichten, habe das System jedoch nie an diese Vorgabe herangereicht. Noch ist nicht bekannt, auf welche Plattform die LSE wechseln wird.

Der LSE-Konkurrent Chi-X hingegen erreicht diese Vorgaben. Das verwendete System hier heißt MarketPrizm und läuft auf einer Linux-Plattform.

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