Monatsanalyse der Gefahren aus dem Internet

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Malware verbreitet sich momentan rasant und einfach. Das ist das Ergebnis der Monatsanalyse des russischen Sicherheitsspezialisten Doctor Web. E-Mail bleibt damit eindeutig die größte Gefahrenquelle für Anwender und Unternehmen.

Doctor Web verzeichnet einen rapiden Anstieg von Phishing-Mails, die insbesondere auf Kunden von Online-Banking- und E-Payment-Diensten zielen. Zudem geraten auch soziale Netzwerke in das Fadenkreuz der Cyberkriminellen, gelten aber nach wie vor als relativ sicher.

Die Verbreitung von Viren mittels Links per E-Mail macht schon seit längerem von sich reden und gipfelte im Juni auf einem Höchststand. Inzwischen greifen Cyberkriminelle zu immer ausgefeimteren Tricks, um die Aufmerksamkeit der User zu gewinnen. Meist bestehen die Mails aus einfachem Text, mitunter werden sie auch im HTML-Stil weltweit bekannter Unternehmen wie beispielsweise Microsoft entworfen. Andere Mails enthalten angebliche Zahlungsbestätigungen für Online-Ware oder falsche Angaben zu Onlinekontoänderungen. Die meisten Schaddateien verbreiten sich jedoch nach wie vor via E-Cards.

Dabei erfolgt die Verbreitung der bösartigen Dateien entweder im Anhang oder durch einen Link. Im letzteren Fall öffnet sich die Schaddatei im Browser und lädt einen Virus auf den PC. Zudem machen sich auch Trojanische Pferde als Updates für E-Mail-Clients (Microsoft Outlook, Ritlabs The Bat!) und als Codecs für Pornospots breit.

Als Top-Schadware und Tabellenführer erwies sich Trojan.PWS.Panda.122, der durch verschiedene Packprogramme getarnt wurde. Die Malware-Welle nahm auch durch Trojan.Siggen.2447, Trojan.DownLoad.29459, Trojan.DownLoad.38602 und das Pseudovirus Trojan.Fakealert.4471 zu.

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