Red Hat lässt sich den Linux-Kernel 100 Millonen Dollar kosten

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“Man muss sich Open Source vorstellen wie eine Mine, in der natürliche Ressourcen im Boden begraben sind.” Mit diesen Worten umschreibt der ehemalige Red Hat CEO Mathew Szulik das besondere Geschäftsmodell des Unternehmens.

In einem Interview mit Peter Day von der BBC schmückt Szulik den Vergleich weiter aus. Denn man müsse natürlich weitere Kräfte aufbringen, um das Gold oder die Kohle aus dem Boden zu holen. Habe man diese Möglichkeit nicht, dann würden die Bodenschätze auch für die Menschheit ungenutzt bleiben.

So sei es auch bei Linux gewesen. Zu Beginn hätten nur sehr wenige Experten damit etwas anzufangen gewusst. “Es war keine Mainstream-Technologie.”

Daher, so führt Szulik weiter aus, würde Red Hat, dass rund 12,3 Prozent der Code-Zeilen zum Linux-Kernel beigetragen hat und damit der wichtigste Einzel-Contributor für die Technologie ist, auch in die Weiterentwicklung investieren. Szulik schätzte dieses Investment auf rund 100 Millionen Dollar jährlich und gibt diese zu 100 Prozent unter Public Domain frei.

Allerdings profitiert natürlich Red Hat auch im besonderem Maße vom Linux-Kernel und damit auch von der eigenen Investition.

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