Ein neuer Meilenstein in der Softwareentwicklung

EnterpriseManagementProjekteSoftwareSoftware-Hersteller

Andreas Zeller, Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes, wird für seine Arbeiten der automatischen Fehlersuche in Programmen ausgezeichnet. Die Untergruppe für Softwaretechnik der großen amerikanische Informatiker-Vereinigung ACM (ACM Special Interest Group on Software Engineering, kurz SIGSOFT) verleiht dem Informatiker ihren diesjährigen ‘Impact Award’ für seinen Beitrag ‘Yesterday, my program worked. Today, it does not. Why?’.

In dem Beitrag beschreibt Andreas Zeller, wie man aus einer Vielzahl von Programmänderungen vollautomatisch die Änderung herausfinden kann, die einen Programmfehler verursacht. Dabei findet man nicht nur die Fehlerquelle, sondern macht diese auch gleich unschädlich.

Der Impact Award wird jedes Jahr für den Forschungsbeitrag vergeben, der seit seinem Erscheinen vor zehn Jahren den größten Einfluss auf das ganze Forschungsgebiet hatte. Zellers Ansatz, durch systematisches Testen Fehlerursachen einzugrenzen, wurde von Hunderten weiteren Beiträgen aufgegriffen und wird nun als Meilenstein in der Softwareentwicklung geehrt. Schon seit einigen Jahren konzentriert sich Zeller darauf, systematisch nach Fehlern in großen Computerprogrammen zu suchen. Der SIGSOFT-Preis wird am 27. August auf der europäischen Softwaretechnik-Konferenz (ESEC) in Amsterdam überreicht.

Der jetzt prämierte Beitrag war einer der ersten weltweit, der systematisch die Änderungsgeschichte von Programmen nutzte, um Fehlerursachen aufzuspüren. In den vergangenen Jahren konnte Zeller außerdem als erster Forscher die Fehlerdatenbanken von Microsoft systematisch durchforsten, um herauszufinden, wo sich die meisten Fehler häufen. Zellers Verfahren sagen jetzt voraus, welche Stellen am fehlerträchtigsten sind – und wie man die Fehler automatisch eingrenzen und beheben kann.

Andreas Zeller bekommt den Impact Award für seine Leistungen in der Softwareentwicklung
Andreas Zeller, Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes.
Foto: Universität des Saarlandes