Einsichten: Wer schreibt Linux und wie schnell

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Die gemeinnützige Linux Foundation hat eine neue Studie mit Statistiken zur Entwicklung des Kernels des freien Betriebssystems veröffentlicht. Dafür wurden die letzten sechs Kernel-Releases von 2.6.24 bis 2.6.30 unter die Lupe genommen. Demnach gibt es mehr individuelle Programmierer und die Entwicklungen werden schneller eingebracht.

Seit der ersten Veröffentlichung der Studie im April 2008, stieg die Zahl der Entwickler, die an jedem neuen Release mitarbeiten, um zehn Prozent. Seither wurden auch 2,7 Millionen Zeilen Code dem Kernel hinzugefügt. Pro Stunde wurden über den untersuchten Zeitraum von rund 500 Tagen durchschnittlich 5,45 Patches in den Kernel eingefügt.

Insgesamt habe sich die Zahl der Updates um 42 Prozent erhöht. Speziell der Netbook-Boom und neue Anwendungen in den Bereichen der Automobil- und Energieindustrien hätten zur erhöhten Entwicklungsaktivität beigetragen, schreiben die Autoren Jonathan Corbet, Greg Kroah-Hartman und Amanda McPherson in der Entwicklerstudie.

Durchschnittlich werden pro Tag 10.923 Zeilen Code dem Kernel hinzugefügt und 5547 Zeilen entfernt. Derzeit arbeiten rund 1000 Entwickler aus über 200 verschiedenen Unternehmen am Linux-Kernel mit. Die Autoren der Studie bezeichnen den Kernel damit als das größte verteilte Software-Entwicklungsprojekt der Welt. 70 Prozent der Kernel-Entwickler arbeiten in Firmen wie Red Hat, IBM, Novell, Intel, Oracle und Fujitsu.