SCO gewinnt Berufung

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Der Streit zwischen Novell und SCO um die Unix-Rechte dauert nun seit rund sechs Jahren an. Im November 2008 hatte ein US-Bundesgericht ein abschließendes Urteil gefällt und eine Entscheidung von August 2007 bestätigt, wonach Novell nur die Entwicklung von Unix verkauft hat, aber nicht die Rechte an Unix.

Darüber hinaus steht die SCO Group seit 2007 unter dem Schutz des US-Insolvenzgesetzes. Anfang August hatte ein Insolvenzgericht dem Unternehmen untersagt, Teile seines Geschäfts zu veräußern, und einen Treuhänder bestellt, der die Geschäfte des Managements überwachen soll. Das Insolvenzgericht kritisierte, dass nach einem Verkauf der Unix-Sparte die Streitigkeiten um die Unix-Rechte als einziger Geschäftsbereich übrig geblieben waren.

Jetzt hat SCO einen Teilerfolg im Rechtsstreit mit Novell um die Markenrechte an Unix erzielt. Nach Ansicht eines US-Berufungsgerichts hat Novell mit dem Verkauf seiner Unix-Sparte an das später von SCO übernommene Unternehmen Santa Cruz auch die Namensrechte an Unix abgegeben.

Laut der 55-seitigen Entscheidung (PDF) des Berufungsgerichts wird das Verfahren um die Markenrechte neu verhandelt. Den in der vorherigen Instanz festgelegten Schadensersatz in Höhe von 2,54 Millionen Dollar plus Zinsen, den SCO aus unrechtmäßig erhaltenen Lizenzzahlungen an Novell abführen muss, hat das Berufungsgericht hingegen bestätigt.

SCO-CEO Darl McBride begrüßte die Entscheidung. Das Urteil sei nicht das Ende des Krieges. SCO habe aber zweifellos eine wichtige Schlacht gewonnen, erklärte er gegenüber der Salt Lake Tribune.