Nokia bietet Bezahldienst per Handys an

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Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia will ab 2010 einen Bezahldienst per Handy anbieten. Grundlage des Dienstes “Nokia Money” soll die mobile Bezahlplattform Obopay sein, in die Nokia zuletzt investiert hatte. Zielgruppe seien Kunden aus den Schwellenländern, die kein Bankkonto haben, hieß es.

“Es gibt weltweit über vier Milliarden Nutzer von Mobiltelefonen, aber nur 1,6 Milliarden Menschen verfügen über ein Bankkonto”, sagte Nokia-Managerin Mary McDowell. Mit Nokia Money sei die Ausführung finanzieller Transaktionen so einfach wie die Versendung einer Nachricht via SMS. Die Kunden sollen über eine Anwendung auf dem Handy unter Verwendung der Telefonnummer des Empfängers Geld überweisen können.

Nokia Money werde nicht nur auf den hauseigenen Mobiltelefonen laufen, hieß es weiter. Darüber hinaus solle die Bezahlung unabhängig von den verwendeten Mobilfunknetzen funktionieren.

Der Dienst soll während der Nokia World am 2. und 3. September in Stuttgart erstmals offiziell präsentiert werden. Auf ausgewählten Märkten will Nokia dann Anfang 2010 den Betrieb aufnehmen. Bislang werden mobile Bezahldienste vor allem in einigen Schwellenländern genutzt. In den Industriestaaten ist dagegen Online-Banking weiter verbreitet.

Nokia arbeitet derzeit daran, sich in Zeiten schlechter Handyverkäufe breiter aufzustellen. Das Unternehmen plant bald auch eigene Netbooks auf den Markt zu bringen. Nach Angaben aus Branchenkreisen will der finnische Konzern zudem während der Nokia World ein Linux-Handy vorstellen und damit dem iPhone von Apple Konkurrenz machen.

Fotogalerie: Das Nokia-Netbook 'Booklet 3G'

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