Gartner: Halbleitermarkt erholt sich

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Gartner erwartet, dass der weltweite Umsatz der Halbleiterindustrie 2009 um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 212 Milliarden Dollar zurückgehen wird. Dennoch ist das eine gute Prognose, denn damit haben die Marktforscher ihre ursprüngliche Vorhersage bereits zum zweiten Mal angehoben.

Im Mai war die Voraussage noch bei einem Minus von 22,4 Prozent gelegen, im Februar bei minus 24,1 Prozent. “Der Halbleitermarkt hat sich besser entwickelt als erwartet, was aus den Umsätzen des zweiten Vierteljahrs ersichtlich ist, die 17 Prozent über dem vorherigen Quartal liegen”, sagte Bryan Lewis, Vizepräsident bei Gartner. Verbraucher hätten in diesem Zeitraum auf sinkende Preise für PCs und LCD-Fernseher reagiert. Die Branche habe zudem vom Konjunkturpaket der chinesischen Regierung profitiert.

Den Marktforschern zufolge haben Branchengrößen in den Segmenten Computer und Mobiltelefone im zweiten Quartal Zuwächse gegenüber den Monaten Januar bis März erzielt. So konnte Intel beispielsweise einen Umsatzwachstum von 12 Prozent erreichen. Samsung, die Nummer zwei der Branche, verzeichnete ein Plus von 30 Prozent und Qualcomm, die Nummer acht, einen Zuwachs von 35,7 Prozent an Chip-Verkäufen.

Trotz der besseren Prognose für 2009 erwartet Gartner weiterhin zweistellige Umsatzrückgänge in allen Bereichen des Markts. Die größte Sparte, anwendungsspezifische Standardprodukte (ASSP), werde Verkäufe in Höhe von 57,2 Milliarden Dollar erzielen, 16,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Speichermarkt, das zweitgrößte Segment, schrumpfe um 13,5 Prozent auf 41 Milliarden Dollar. Der Bereich Mikrokomponenten, der Prozessoren, Controller und Signalprozessoren umfasst, werde gegenüber 2008 19,2 Prozent verlieren.

“Das vierte Quartal 2009 und das erste Quartal 2010 werden sehr bedeutend sein für das Wachstum im nächsten Kalenderjahr”, erklärte Lewis. “Wir erwarten ein leicht positives Ergebnis für das vierte Quartal, entsprechend der üblichen saisonalen Entwicklung.” Im ersten Vierteljahr 2010 werde der Branchenumsatz hingegen erneut um fünf Prozent sinken.