Microsoft prüft IIS-Leck

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Im Mai hatte Microsoft vor einer Schwachstelle in den ‘Internet Information Services’ gewarnt, durch die ein Hacker den Passwortschutz für Ordner und Dateien umgehen konnte. Die Lücke schloss Microsoft am Juni-Patchday.

Jetzt untersucht Microsoft Berichte, wonach in älteren Versionen seiner Internet-Information-Services-Produkte (IIS) eine Sicherheitslücke besteht. Einer Erklärung des Unternehmens zufolge ist das File-Transfer-Protokoll (FTP) in IIS 5 und IIS 6 betroffen. Ein Angreifer kann darüber womöglich die Kontrolle über ein ungepatchtes System erlangen.

Ein Unternehmenssprecher erklärte, bisher seien keine Angriffe auf die Schwachstelle bekannt. “Sollten wir die Sicherheitslücke bestätigen, werden wir untersuchen, wie sich Kunden davor schützen können.” Nach Abschluss der Untersuchung werde man möglicherweise ein Update veröffentlichen, entweder im Rahmen des monatlichen Patchdays oder auch außer der Reihe.

Nach Angaben des IDG News Service wurde auf der Milw0rm-Website Code für einen Exploit veröffentlicht, der die Lücke ausnutzt. Dem Bericht zufolge adressiert er in erster Linie ältere Versionen von IIS, bei denen die FTP-Funktion aktiviert ist. Das US-CERT rät IT-Administratoren, den anonymen Schreibzugriff auf FTP-Server zu deaktivieren, um die Folgen der Sicherheitslücke zu minimieren. Zuvor sei allerdings eine gründliche Analyse der möglichen Auswirkungen erforderlich.