Deutsche Telekom und France Telecom wollen in Großbritannien zusammengehen

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Die Deutsche Telekom AG und France Telecom SA wollen ihre britischen Marken T-Mobile UK und Orange UK in einem 50:50 Joint-Venture zusammenlegen. Das teilten beide Unternehmen heute mit.

Auf Basis der Daten per Ende Dezember 2008 hätte das Gemeinschaftsunternehmen 28,4 Millionen Kunden, entsprechend 37 Prozent der britischen Mobilfunknutzer. Durch Integration der Aktivitäten der Orange Broadband würde das Gemeinschaftsunternehmen Kunden künftig auch Konvergenzlösungen anbieten können.

Der Aufsichtsrat des neuen Joint Ventures soll zu gleichen Teilen mit Vertretern der Deutschen Telekom und von France Telecom besetzt werden. Das Managementteam wird voraussichtlich von Tom Alexander, zurzeit CEO der Orange UK, als CEO und Richard Moat, derzeit CEO der T-Mobile UK, als COO geführt werden.

Die Marken T-Mobile UK und Orange UK sollen gemeinsam für 18 Monate nach Abschluss der Transaktion bestehen bleiben. In dieser Zeit will man eine neue Markenstrategie entwickeln, die den Anteilseignern zur Zustimmung vorgelegt werde.

“Im zweitgrößten Markt Europas mit seinem extrem harten Wettbewerb geben wir T-Mobile UK eine klare strategische Zukunft. Wir haben mit diesem Gemeinschaftsunternehmen die beste unternehmerische Entscheidung für die Deutsche Telekom und ihre Aktionäre getroffen”so Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom.

Gervais Pellissier, Finanzvorstand von France Telecom, bestätigte: “Durch Zusammenlegung unserer Aktivitäten in Großbritannien werden wir die lange erwartete Konsolidierung auf einem von Europas wettbewerbsintensivsten Märkten vorwegnehmen und dadurch einen stark positionierten Player schaffen.”

In das neue Joint-venture will die Telekom die gesamten Aktivitäten von T-Mobile UK frei von Barmitteln und Schulden einbringen, einschließlich der 50-prozentigen Beteiligung von T-Mobile UK am 3G-Netz Joint-Venture mit Hutchinson. France Telecom würde sämtliche Aktivitäten von Orange UK sowie 1,25 Milliarden Pfund Nettoverschuldung mitbringen.

Die Zusammenlegung werde bis 2014 voraussichtlich Kosten in Höhe von 600 bis 800 Millionen Pfund verursachen. Erst in den ersten fünf Jahren nach Abschluss der Transaktion sollen sich die Einsparungen bemerkbar machen. Der Vertragsabschluss ist für Ende Oktober anvisiert. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom, des Board of Directors von France Telecom sowie der Genehmigung durch die entsprechenden Wettbewerbsbehörden.