Google bringt neuen Nachrichtendienst

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Unter den Namen ‘Fast Flip’ hat Google einen neuen Nachrichtendienst gestartet. Das Besondere: Die Verlege sollen an den Erlösen beteiligt werden. Anwender sollen Dank der neuen Technik einfacher als bisher durch Online-Magazin klicken können.

“Fast Flip vereinigt die Vorteile der Online- und der Offline-Welt”, sagte Google-News-Manager Josh Cohen. “Man kann schnell wie in einem Magazin durch ausgewählte Artikel blättern, aber auch suchen oder eine individuelle Vorauswahl treffen.”

Mehr als drei Dutzend Anbieter sind beim Start von Fast Flip dabei, darunter auch die Tageszeitungen die New York Times und die Washington Post, sowie die Magazine Newsweek und Businessweek. Statt der üblichen Menü-Navigation gibt es bei Fast Flip rechts und links auf der Webseite zwei grosse Pfeile zum Vorwärts- und Zurückblättern. Die nächste Seite wird ohne Verzögerung sofort angezeigt. “Mit Fast Flip kann man sich sein eigenes Magazin schaffen”, sagte Cohen.

Fast Flip
Neuer Service aus den Google Labs: Fast Flip
Foto: Google

Der neue Google-Dienst wird im Web zunächst unter der Adresse http://fastflip.googlelabs.com zu erreichen sein. Außerdem soll es Fast-Flip-Webanwendungen für das iPhone von Apple sowie die Smartphones mit dem Betriebssystem Android geben. “Wir werden dann sehen, wie der Dienst bei den Anwendern ankommt”, so Cohen. Vom Erfolg des Dienstes werde man dann auch abhängig machen, ob auch Verleger aus anderen Regionen auf Fast Flip vertreten sein werden.

Google geht mit dem Dienst auf die Verleger zu, die bislang nicht an den Werbeerlösen auf Google News beteiligt wurden. “Pro Beitrag – vorzugsweise ein längerer Text, eine Reportage, ein Kommentar oder eine Analyse – wird ein grafisches Werbeelement eingeblendet”, erklärt Google-Manager Cohen. Details der Erlösaufteilung wollte er nicht nennen. “Diese Vereinbarungen sind vertraulich.” Fast Flip sei eines von mehreren Experimenten bei Google, wie man für die Inhalte der Verlage ein noch größeres Publikum finden und letztlich Einnahmen für die Publisher generieren könne.