Intel will dem PC entwachsen

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Der Chip-Hersteller Intel will sich neue Märkte erschließen und wagt sich dafür aus dem Stammgeschäft mit Prozessoren für PCs und Server heraus. Künftig will Intel mehr Gewicht auf Embedded-Systeme legen.

Als Technologieplattform hat sich Intel für die aktuelle Nehalem-Architektur entschieden. Die soll nun für den Einsatz in Telefonanlagen, Storage-Komponenten oder auch für den militärischen Einsatz angepasst werden.

Schon heute setzt Intel rund eine Milliarde Dollar mit Chips für eingebettete Systeme um. Viele dieser Schaltkreise kommen beispielsweise in Bankautomaten oder Fahrzeugen vor.
Mit dem Nehalem-basierten Modell Jasper Forest will Intel solche Systeme nun noch leistungsfähiger machen und sich auf diese Weise auch neue Absatzmöglichkeiten erschließen. Daher, so Pat Gelsinger, Leiter der Intel-Gruppe Digital Enterprise, auf dem Intel Developer Forum in Peking, habe man die Architektur für Embedded-Systeme optimiert.

Damit bekommt die Nehalem-Architektur, die bereits Desktop-Prozessoren wie den Core i7 oder den Server-Chip Xeon 5500 antreibt, einen weiteres Einsatzgebiet. Konkrete technische Details werden von Intel derzeit noch nicht kommuniziert. Jedoch werden verschiedene Versionen mit zwei und vier Kernen verfügbar sein.

In den nächsten Monaten wird Intel laut eigenen Angaben Nehalem-Chips auch im mittleren und unterem Preissegment einführen und so die Architektur massentauglich machen.

Im vierten Quartal 2009 will Intel zudem die Produktion auf 32 Nanometer umstellen, wudurch die Schaltkreise kleiner und leistungsfähiger werden. Gleichzeitig erhöht Intel so auch den Druck auf AMD, den derzeit wichtigsten Konkurrenten im PC-Markt.

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