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Ein neues Geschäftsmodell für den Buchhandel? Ein neuer Weg für Bibliotheken? Eine skurrile Idee ohne Zukunft? Das US-Unternehmen On Demand Books jedenfalls bietet Maschinen an, mit denen die mittlerweile knapp vier Millionen Buchtitel, die im Internet zu finden sind, ausgedruckt und gebunden werden können.

Fotogalerie: Digitale Bücher werden wieder real


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Die Firma präsentierte eine der Maschinen – die Espresso Book Machine, die rund 100.000 Dollar kostet – im Hauptquartier von Google in Mountain View, Kalifornien. Das Drucken und Binden eines Titels mit 300 Seiten dauert etwa vier Minuten.

Das Unternehmen selbst erklärt, das man an einen Einsatz der Maschine zuallererst in Büchereien, Bibliotheken und Buchfachgeschäften gedacht hat. Irgendwie stellt das Konzept die Idee hinter der “Guttenberg Galaxie” aber auf den Kopf: Google und andere Büchersammler digitalisieren Bücher ja gerade, um sie a) für die Ewigkeit zu bewahren und b) sie jederzeit und überall vorrätig zu haben. Dazu bietet sich als Endgerät ein E-Book-Reader an. Die Titel wieder zu re-atomisieren ist irgendwie… Nun, man wird sehen, ob On Demand Books mit seinen Maschinen Erfolg haben wird.

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Ein Kommentar zu Gutenberg reloaded: Maschine druckt E-Books aus

  • 22.9.2009 um 10:16 von JRN

    So, so… Neuer Name für Standarddrucker gefunden
    Die "Idee" hat einen etwa 6 Jahre alten Bart. Mehrfach ausprobiert, stets gescheitert. Gründe: Kosten, Zeitaufwand, Qualität. Wieviel schneller und billiger ist es, nebenan im Buchladen ein richtiges Buch zu kaufen: Originalformat. Originalpapier. Originaleinband. Oder selbst downzuloaden.
    Nebenbei: Konkrete Versuche zeigten, dass selbst geringere Seitenzahlen wesentlich mehr Zeit erfordern. Auswahl und Download. Betreuung des Kunden. Der konkrete Aufwand betrug in jedem der von mir erlebten Fälle, immerhin eine offizielle Demo für mögliche Großkunden, über 10 Minuten Arbeitszeit – und leider wird es für eine Arbeitskraft keine ununterbrochenen Druckaufträge geben. Einigermaßen sinnvoll kalkuliert wird so das Exemplar für einen möglichen Kunden einfach zu teuer. Noch schlimmer sieht das für Tageszeitungen aus, von Magazinen ganz zu schweigen. Also: Wahrscheinlich eine Totgeburt, und davon gab es zu Gutenbergs Zeiten ja recht viele.

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