Auf Dells Wunschliste: Perot Systems

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Kürzlich wurde bekannt, dass Dell den IT-Dienstleister Perot Systems übernehmen will. Dell will 30 Dollar je Aktie zahlen, was insgesamt 3,9 Milliarden Dollar entspricht. Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der US-Behörden.

Geht es nach Dell, wird die Übernahme von Perot Systems im Januar 2010 abgeschlossen. Perot Systems wird dann Dells neue Dienstleistungssparte. Chef des Geschäftsbereichs soll Peter Altabef werden, bisher CEO von Perot Systems.

Perot Systems wurde 1988 von Ross Perot gegründet. 1962 hatte Perot bereits EDS gegründet, 1992 trat als parteiloser Bewerber bei der US-Präsidentschaftswahl an. Heute ist Ross Perot Junior Vorstandsvorsitzender von Perot Systems, die Familie Perot hält signifikante Firmenanteile.

Den Geist des Gründers spüre man heute noch immer am Führungsstil, der dem eines Familienunternehmens am nächsten komme, sagte Ferenc Szelényi, Managing Director EMEA bei Perot Systems, gegenüber silicon.de. Perot Systems hab weltweit 23.100 Mitarbeiter, in Europa seien es mehr als 1100. Im EMEA-Raum erziele Perot Systems zirka acht Prozent des gesamten Umsatzes.

Ferenc Szelényi
Ferenc Szelényi
Foto: Perot Systems

In Deutschland wolle man die Stellung als IT-Berater im Automotive- sowie Manufacturing-Bereich ausbauen und sich stärker auf den Gesundheitssektor konzentrieren. Zudem habe man gerade neue IT-Services vorgestellt.

“Bei unseren neuen Produkten Cloud Integration Services und Virtual Services handelt es sich um sichere IT-Infrastruktur- und Desktop-Dienste für den Unternehmenseinsatz auf Basis des Pay-per-use-Modells. Anwender haben die Möglichkeit, sich eine Lösung aus vorkonfigurierten Services zusammenzustellen oder können auf eine individuell angepasste Systemumgebung zurückgreifen.”