CDU lernt von Piratenpartei

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Das gute Abschneiden der Piratenpartei bei der Bundestagswahl ist in anderen politischen Lagern nicht unbemerkt geblieben. Man habe im CDU-Präsidium längere Zeit über das Thema gesprochen, sagte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

Die Piratenpartei habe ihre Wähler sehr gut mobilisieren können. “Wir müssen in der Kommunikation vor allem über die digitalen Kanäle noch besser werden”, so von Beust gegenüber der Tageszeitung Die Welt.

“Wir haben zwar alle brav unsere Homepages, aber viele Diskussionen laufen ja eher in Foren, die wir alle kaum kennen.” Die CDU werde daher unter der Führung des Generalsekretärs Ronald Pofalla ein Konzept erarbeiten, “wie man kommunikativ besser an diese Klientel herankommt”. Da gebe es Nachholbedarf. “Insofern können wir von den Piraten durchaus etwas lernen.”

Die gerade einmal drei Jahre alte Piratenpartei hatte bei der Bundestagswahl 845.904 Zweitstimmen geholt, 13 Prozent der männlichen Erstwähler wählten die Piratenpartei. Im Wahlkreis Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost erreichte die Partei 6 Prozent, in Berlin-Mitte 4,18 Prozent, in Hamburg-Mitte 3,82 Prozent und in Nürnberg-Nord 3,69 Prozent.