Bundeswehr bekommt eigenen Satelliten

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Von dem Weltraumbahnhof Kourou auf Französisch Guyana ist kurz vor Mitternacht eine Trägerrakete ins All gestartet. Mit an Bord ist der rund 2,5 Tonnen schwere Satellit SatcomBw-1. Damit bekommt die Bundeswehr einen eigenen Kommunikationssatelliten, über den Telefonate, Internet und Videokonferenzen zwischen den Truppen auf dem Balkan, in Afrika oder in Afghanistan mit dem Hauptquartier in Potsdam abgewickelt werden sollen.

Gesteuert wird der Satellit unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von etwa 30 Ingenieuren im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München.

Zunächst soll es noch einige Tests geben, bis der Satellit im Januar voll einsatzfähig ist. Im März 2010 will die Bundeswehr einen zweiten Satelliten auf die Umlaufbahn bringen.

Für die beiden – zusammen rund 1 Milliarde Euro teuren – Satelliten, die nur der Bundeswehr gehören, ist eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgesehen. Bislang wurden für die militärische Kommunikation über Satellit zwischen 12 und 15 Millionen Euro jährlich aufgewendet.

Und diese Kosten werden wohl auch künftig entstehen, weil mit diesen Mitteln nur die allernötigste Kommunikation abgedeckt wurde und viele Lücken in Kauf genommen werden mussten. Nun sollen die Kapazitäten ausreichen. Zudem sollen neue transportable Bodenstationen für die Einsatzgebiete angeschafft werden.

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