VoIP auf dem iPhone erlaubt

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Der US-Telekom-Konzern AT&T hat den Widerstand gegen die Internettelefonie (VoIP) auf dem iPhone aufgegeben. Die Entscheidung könnte Signalwirkung für Deutschland haben. Hierzulande verlangt die Telekom-Tochter T- Mobile für die Nutzung des VoIP-Dienstes Skype auf dem iPhone eine Zusatzgebühr.

AT&T werde die Internet-Telefonie auf dem iPhone erlauben, sagte AT&T-Chef Ralph de la Vega nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa. Damit reagiere man auf die Erwartungen der Kunden. Bislang konnten AT&T-Kunden Internettelefonie mit dem iPhone nur in WLAN-Netzen nutzen, nicht aber über das Mobilfunknetz.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass sich die US-Telekomaufsicht FCC zunehmend zum Anwalt der sogenannten Netzneutralität macht. Nach diesem Paradigma sollen die Netzbetreiber jede Art von Datenverkehr in ihren Netzen gleich behandeln und nicht nach Belieben sperren dürfen.

Apple und Skype begrüßten die Entscheidung von AT&T. Skype hatte sich vor zwei Jahren bei der FCC wegen der Sperrung auf dem iPhone beschwert. Von Apple hieß es, man wolle nun so schnell wie möglich VoIP-Anwendungen für das iPhone im Apple App Store anbieten.

Ein Telekom-Sprecher sagte der Wirtschaftswoche, die AT&T-Entscheidung werde an der Haltung der Telekom nichts ändern. Daran darf jedoch gezweifelt werden. AT&T ist wohl vor allem auf Druck einer Regulierungsbehörde eingeknickt. Die FCC kooperiert eng mit der EU-Kommissarin Viviane Reding – die sich ebenfalls dem Ziel der Netzneutralität verpflichtet fühlt.

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