Outsourcing in Deutschland rückläufig

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Wirtschaftlich schwierige Zeiten regen offenbar die Unternehmen nicht dazu an, ihre IT-Operationen an externe Anbieter auszulagern. 48 Prozent der deutschen Großunternehmen haben in diesem Jahr ihre Outsourcing-Aktivitäten reduziert. Damit übertrifft Deutschland den europaweiten Durchschnitt, der bei 40 Prozent liegt, so das Ergebnis einer Studie von Cognizant.

Die Studie zeigt auch, dass sich CFOs und CIOs der Vorzüge ausgelagerter Dienste oder Geschäftsbereiche bewusst sind: 72 Prozent der CFOs und CIOs aus Deutschland sehen darin die Möglichkeit, auf Qualifikationen zurückzugreifen, die ihnen intern nicht zur Verfügung stehen. 52 Prozent sind sich sicher, dass ihnen Outsourcing die Tür zu innovativen Prozessen und Praktiken öffnet. 60 Prozent der 260 befragten CFO und CIOs aus 260 Großunternehmen glauben darüber hinaus, dass die Auslagerung von IT-Prozessen interne Ressourcen befreit, und so ein besserer Fokus auf das Kerngeschäft möglich.

“Zu Recht überdenken Unternehmen momentan ihre Strukturen, um zukünftig leistungsfähiger zu agieren und kurzfristig Kosten zu sparen. Den Rotstift überstürzt am Outsourcing anzulegen ist jedoch zu kurz gesprungen”, sagt Dieter Berz, Country Manager von Cognizant Deutschland. Berz sieht gerade durch Skaleneffekte, globalen Zugriff auf Experten und integrierte Innovationsprozesse im Outsourcing Kosten- und Wettbewerbsvorteile.

Dass 2009 viele deutsche Unternehmen ihre Outsourcing-Aktivitäten zurückgefahren haben, ist vielleicht damit zu erklären, dass rund 83 Prozent der deutschen Befragten, keinen finanziellen Mehrwehrt im Outsourcing erkennen kann.

“Manager akzeptieren die grundsätzlichen Potenziale des Outsourcings, zweifeln jedoch an der Wirtschaftlichkeit konkreter Vorhaben und der Beurteilung des langfristigen Mehrwerts. Hier sind alle Marktteilnehmer gefordert Outsourcing als Managementwerkzeug mit einheitlichen Standards zu etablieren”, fordert Berz als Konsequenz dieser Studie.

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