Doping aus dem iPod

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Einer Marathonläuferin wurde jetzt ihr Sieg aberkannt, weil sie sich in den letzten Runden mit einem iPod gedopt hatte.

Der zweite Lakefront Marathon in Milwaukee steht unter besonderen Vorzeichen. Denn offenbar will man sich hier mit besonders scharfen Kontrollen gegen Dopingsünder wehren.

Die schnellste Läuferin war 2009 die 23-jährige Cassie Peller. Sie musste ihren Sieg jedoch abgeben, weil sie von ihrem Freund in den Schlussrunden eine Flasche Wasser angenommen hatte. Dadurch rückte Jennifer Goebel, 27, als Gewinnerin auf.

Aber die Siegesfreude währte nicht lange. Hatte doch Goebel auf den letzten Kilometern ihren iPod im Ohr. Fotos belegten den Regelverstoß, wie lokale Medien berichten. Zudem hatte Goebel ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Blutprobe war jedoch negativ.

Allerdings legt das Reglement des USA Track and Field fest, dass die Läufer keine elektronischen Geräte verwenden dürfen. Diese Regel bezieht sich jedoch nicht in erster Linie auf Media-Player sondern auf Pulsmesser oder andere elektronische Hilfsmittel.

Schon seit längerem wird diskutiert, ob die Läufer beim Marathon Musik hören dürfen. Der Lakefront Marathon dürfte nun der erste sein, bei dem ein Läufer tatsächlich wegen eines Mediaplayers disqualifiziert wurde. Darüber freut sich wohl vor allem die drittplatzierte Corina Canitz aus Brookfield, die dadurch zur Siegerin des Laufs aufrückte.

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