Finnland: Der 1 MBit-Breitbandzugang als Grundrecht

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Das finnische Ministerium für Transport und Kommunikation hat den Breitbandzugang zum Internet zu einem Grundrecht erhoben. Die rund fünf Millionen Finnen werden somit ab Juli einen rechtlichen Anspruch auf eine Verbindung von mindestens 1 MBit haben. Doch das ist erst der Anfang.

Im waldreichen und weitläufigen Finnland existierten bereits Pläne, bis 2015 jedem Bürger ein Recht auf eine 100 (!) MBit-Verbindung zuzusprechen. Das verbriefte Recht auf Breitbandzugang ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. In Frankreich existieren ähnliche Pläne, doch ist Finnland nun die erste Nation, die ihren Bürgern tatsächlich dieses Recht zuspricht.

Als die finnische Regierung die Pläne für die 100 MBit-Leitung vorstellte, hieß es, dass kein Haushalt mehr als zwei Kilometer von einer Breitbandverbindung entfernt liegen soll. Rund 2000 Haushalte, die in abgelegenen Gebieten angesiedelt sind, sind jedoch von dieser Regelung ausgeschlossen.

Finnland nimmt in Technologiefragen eine Vorreiterrolle ein. Deutschland hält sich mit staatlichen Fördermitteln beim Breitbandausbau im internationalen Verglich zurück .

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