Support-Ende für Windows 2000 Server

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Am 13. Juli 2010 läuft die Extended Support-Phase für Windows 2000 Server aus, wie Microsoft mitteilt. Für dieses Produkt werden nach diesem Datum keine Aktualisierungen, Sicherheitsupdates oder andere Supportleistungen mehr ausgeliefert.

Lediglich kostenlosen Zugang zu Online-Inhalten wie Knowledge-Base-Artikel oder Produktinformationen wird Microsoft ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung stellen. Gemäß den Microsoft Support Lifecycle-Richtlinien leistet das Unternehmen für jedes Business- und Entwicklerprodukt zehn Jahre lang Support.

Zur Planungssicherheit hat Microsoft klar definierte Produktlebenszyklen eingeführt. Hier die wichtigsten Informationen dazu. Aufgrund dieser Richtlinien werden ebenfalls am 13. Juli 2010 Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2 von der Mainstream Support- in die Extended Support-Phase übergehen. Mehr Informationen zu den Microsoft Support Lifecycle-Richtlinien gibt es unter http://support.microsoft.com/lifecycle.

Microsoft begründet diese Frist mit den Worten: “Aufgrund der dynamischen Entwicklung der IT sollten Unternehmen spätestens nach dieser Zeit auf eine aktuellere Version einer Software migrieren, um von den aktuellsten Sicherheitsmechanismen und neuen Technologien zu profitieren.”

Laut einer aktuellen Untersuchung von TechConsult gibt es noch eine Basis von rund 61.000 Installationen von Windows 2000 Server in Deutschland. Das entspricht 3,3 Prozent des gesamten deutschen Server-Marktes. Peter Burghardt, Geschäftsführer von TechConsult meint dazu: “Es ist an der Zeit, sich Gedanken um eine aktuelle Plattform zu machen.” Zwar hätte sich Server 2000 als verlässliche Plattform erwiesen, dennoch gehe ein Jahrzehnt der Weiterentwicklungen nicht spurlos vorüber. Auch in Punkto Sicherheit habe sich viel getan.

Mit dem Microsoft Assessment and Planning (MAP)-Toolkit lässt sich feststellen, ob in einem Unternehmen noch ein Windows 2000 Server läuft.

Windows Server 2008 R2 bietet mit den erweiterten Lizenzierungsrechten für Virtualisierung die Möglichkeit, eine – in Abhängigkeit von der lizenzierten Edition – bestimmte Anzahl von zusätzlichen Windows-Servern ohne Mehrkosten auf einer lizenzierten Hardwarebasis zu betreiben. Im Falle der Datacenter Edition sind das sogar beliebig viele. Ein solcher virtueller Server kann auch problemlos die Aufgaben eines alten Windows 2000 Server übernehmen. Mehr dazu hier.

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