Medienanalyse wird neue Aufgabe der IT

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In der Medienbranche wird nur der überleben, der über vernetzte, durchgängige, digitale Plattformen verfügt, zielgruppenspezifische Angebote erstellen und Nutzungsverhalten sofort analysieren kann. So Hans Werner Feick, Mitglied des Executive Board von Detecon International, auf den Medientagen München. Die erforderliche Vernetzung, Analyse und Erstellung von Inhalten seien Aufgaben der Informationstechnik (IT) in Medienunternehmen.

Inzwischen verfügen viele Unternehmen über spezialisierte IT-Abteilungen, um den Ansprüchen der Content-Anbieter optimal gerecht zu werden, hieß es in Feicks Einführung zu einem Panel, das sein Beratungsunternehmen auf den Medientagen ausgerichtet hatte. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck beispielsweise hat ihre IT inzwischen dezentral aufgestellt und zahlreiche Service-Center gegründet, um “schneller und flexibler zu werden”, wie der IT-Leiter der Verlagsgruppe, Dr. Johann Kempe, schilderte. “IT bekommt jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Wir müssen vereinheitlichen und bündeln, um Crossmedialität zu realisieren”, betonte er.

Auch das ZDF habe auf die neuen technischen Herausforderungen reagiert und schon 2004 alle IT-Funktionen und Bereiche in einem internen Service-Center gebündelt, berichtete Wolfgang Wagner, Head of Information & Systemtechnologie des ZDF. “Die Herausforderung ist, über alle Verbreitungswege überall und zu jeder Zeit präsent zu sein, das ist technisch ein Riesen-Spagat.”

Als praktisches Beispiel nannte er das neue Nachrichtenstudio des ZDF. Um die Kosten zu reduzieren, müssten jedoch auf lange Sicht alle stärker auf standardisierte Lösungen setzen, sodass man mit einheitlicher Technologie arbeite und am Ende der Wettbewerb über den Content stattfinde, forderte Wagner.