Trotz Umsatzeinbrüchen ist SAP auf einem guten Weg

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Und SAP braucht eine gute Rendite, will es nicht zu einem Appetithappen eines großen amerikanischen IT-Hersteller werden, das hat Leo Apotheker einst in einem Interview mit dem Spiegel gesagt. Er peilt für das Unternehmen eine Marge jenseits der 30 Prozent an.

Um dieses Ziel zu erreichen, scheint man in Walldorf – zumindest was die Marge anbelangt – auf einem guten Weg zu sein. Die Analysten von IDC sehen darin die Früchte eines umsichtigen Finanzmanagements und einiger Einsparungen beim Personal und bei Steuern.

“Während wir Anzeichen für eine Stabilisierung des Umfelds sehen, bleibt der Markt schwierig”, räumte Finanzvorstand Werner Brande bei der Vorlage des Quartalsberichts ein. So sank der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent. Bei Lizenzen musste SAP sogar 31 Prozent Rückgang und auch im Beratungsgeschäft läuft es derzeit nicht gerade gut.

Schwellenländer und Japan seien laut Brandt derzeit die schwierigsten Märkte für SAP. Auch in Deutschland, dem Heimatmarkt von SAP, muss SAP Rückgänge verbuchen. Alleine SAPs größter Markt, das ist Europa ohne Deutschland, bietet für den Walldorfer Software-Konzern einige Lichtblicke. Und so konnte SAP dank eines Arbeitsplatzabbaus in dem Bereich auch die Service-Umsatzrendite von 21,1 auf 22,7 Prozent verbessern. Für Experten ein Ergebnis, das sich angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation durchaus sehen lassen kann. Wie stark SAP von der Krise jedoch tatsächlich betroffen sein wird, kann erst der Vergleich mit dem vierten Quartal 2008 zeigen, in dem die Kries zum ersten Mal voll zu spüren war.