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Der australische Medienmogul Rupert Murdoch will die Internetseiten seiner Medien für Google und Co sperren. Er erwäge eine vollständige Blockade von Suchmaschinen für einen bedeutenden Teil der eigenen Webseiten, sagte Murdoch in einem Interview mit dem Fernsehsender Sky News Australia. Zu Murdochs Medienimperium gehört unter anderem das Wall Street Journal und die britische Times.

“Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen”, beklagte sich Murdoch. Damit kritisierte er vor allem Google, nannte aber auch Microsoft oder Ask.com. Erst vor kurzem hatte Murdoch angekündigt, journalistische Inhalte im Internet nur noch gegen Bezahlung anzubieten.

Die Suchmaschinen sorgten zwar dafür, dass mehr Leute auf die jeweiligen Seiten klickten, loyale Leser würden dadurch aber nicht gewonnen. “Wir wollen lieber weniger Nutzer, aber dann solche, die bezahlen”, sagte der Chef des weltweit viertgrößten Medienkonzerns.

Nutzer hätten journalistische Inhalte im Internet seiner Ansicht nach nie kostenlos bekommen dürfen. “Wenn sie es lesen wollen, sollen sie auch dafür bezahlen – für Zeitungen zahlen sie ja schließlich auch”, sagte er. “Es kostet uns sehr viel Geld, gute Zeitungen und gute Inhalte zusammen zu stellen.” Allein über Werbeeinnahmen im Internet sei das nicht zu finanzieren.

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Ein Kommentar zu Rupert Murdoch sagt Google den Kampf an

  • 12.11.2009 um 22:33 von Thomas F.

    Völlig korrekt die Auffassung
    Ich habe mich schon immer gewundert, wieso die ganzen Newsseiten es zulassen, dass Google und Co. einfach die Inhalte kopieren, aggregieren und auf eigenen Seiten darstellen. Davon haben die Seiten, die gegen Geld diese News produziert haben, überhaupt nichts.

    In diesem wirklich gut gemachten Video über die Zukunft des Internet, wenn Google und Amazon schließlich zu einer Weltfirma verschmelzen, wurde schon orakelt, es gebe bald gar keine gedruckten Zeitungen und auch keine redaktionell aufbereiteten Newsseiten mehr, weil Niemand mehr dafür bezahlt. Stattdessen werden aufgrund persönlicher Suchbegriffe automatisch aus Millionen von Weblogs, Tweets und ähnlichen "Laiennews" persönliche "Newseiten" zusammengestellt. Die Frage ist dabei nur, welchen Wert die noch haben, weil sie eigentlich nur rein subjektive Meinungen widergeben.

    Sämtliche Newsssiten sollten nur noch per bezahltem Account benutzbar sein, dann könnte auch kein Spider mehr die News klauen – bzw. wäre es dann echter Diebstahl.

    Ich zahle jedenfalls lieber für objektive, gut recherchierte News, als irgendwelches Laiengelaber, welches durch "Stille Post" verbreitet wird, kostenlos zu bekommen.

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