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Eine neue Datenpanne zeigt, dass Unternehmen für Software-Tests offenbar weiterhin Originaldaten verwenden – etwa Kunden-, Mitarbeiter- oder Kreditkartendaten. Dadurch wird dem Missbrauch von vertraulichen Daten Vorschub geleistet.

Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtete, arbeiteten externe IT-Berater des Finanzdienstleisters AWD bei der Software-Entwicklung mit echten Kundendaten. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein, bezeichnete dies als “Datenschutz-GAU”. Weichert: “Das ist fahrlässig, das ist schludrig, das ist naiv. Das ist ignorant im Hinblick auf das Datenschutzrecht.”

“Vielen Unternehmen scheint die Brisanz einer Verwendung von echten Daten für Software-Tests noch nicht klar zu sein”, sagt dazu Rainer Downar, Country Manager Central Europe von Micro Focus. Micro Focus bietet Lösungen für das Management von Enterprise-Applikationen an. Das Unternehmen hat erst kürzlich eine Umfrage unter 1350 Software-Entwicklern und -Testern vorgestellt. Demnach verwenden 70 Prozent der Befragten für die Entwicklung und das Testen von Software keine maskierten Daten, sondern Original-Daten.

Downar: “Dabei ist es ein Leichtes, mittels der im Markt verfügbaren Werkzeuge für Datenmaskierung völlig sichere Testdaten zu erhalten. Diese Werkzeuge verwenden statistische Methoden, um Test-Daten zu generieren, die in ihrer Struktur den Originaldaten entsprechen, ohne dass irgendwelche Rückschlüsse auf die echten Daten möglich sind.”

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