Windows Azure ist da

CloudEnterpriseManagementProjekteRechenzentrumService-ProviderSoftwareSoftware-Hersteller

Im Rahmen der ‘PDC 2009’ (Professional Developers Conference) hat Microsoft mitgeteilt, dass die Windows-Azure-Plattform jetzt verfügbar ist. Windows Azure ist eine Cloud-Computing-Plattform, auf die Kunden und Microsoft-Partner Software hochladen können, um diese in Microsoft-Rechenzentren zu betreiben.

Ray Ozzie, Microsoft Chief Software Architect, präsentierte die Kernelemente der Cloud-Services-Strategie des Unternehmens: Windows Azure und SQL Azure. Zudem wurden neue Windows-Azure- und Windows-Server-Funktionen sowie ein Marktplatz für Cloud-Anwendungen angekündigt. Damit setzt Microsoft seine Strategie von ‘Software und Services’ weiter um.

Ozzie beschrieb Microsofts Vision von “drei Bildschirmen und einer Cloud”. Unter drei Bildschirme und einer Cloud sind die unterschiedlichen Zugänge zu digitalem Content zu verstehen – via PC, Smartphone und beispielsweise intelligenten Fernsehern. Microsoft versteht unter der Cloud in diesem Zusammenhang sowohl die öffentliche Cloud als auch die nicht öffentlichen Datacenter in Unternehmen, die in Lösungen gemeinsam genutzt werden können.

Der Microsoft-Manager unterstrich den Trend zu einem Mischangebot aus Online-Services und lokal installierter Software. Windows Azure beinhaltet demnach auch Tools, mit denen Anwendungen für Geräte Desktop-PCs, Smartphones, das Web und die Cloud erstellt werden können.

In Deutschland setzen Unternehmen bereits Windows Azure ein. Dazu gehört T-Systems mit der Lösung ‘Stromboxx’. Diese dient dem Abrechnen von Strom (Smart Metering) und der Steuerung von Stromnetzen und Endgeräten. Unternehmen können die Lösung dafür nutzen, den Stromverbrauch für Licht und Geräte im Standby-Betrieb zu steuern.

Wird in einem solchen Netz mit vielen intelligenten Geräten eine kritische Nutzermasse erreicht, kann T-Systems Windows Azure-basierte Dienste wie das Nachfrageverhalten an die Energielieferanten geben oder viele kleine erneuerbare Energiequellen an das virtuelle Kraftwerk anschließen.