Oracle-Sun-Fusion: EU verlängert Frist

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Oracle, so teilte die Kommission mit, habe um mehr Zeit gebeten, um neue Argumente gegen die Bedenken der EU aufzubringen. Die Frist sei um acht Tage auf den 27. Januar 2010 verlängert worden. Weitere Einzelheiten nannte die Behörde nicht.

Die EU-Kommission stößt sich vor allem an der Rolle von MySQL. Die Brüsseler Wettbewerbshüter fürchten, dass Oracle als Besitzer des Codes die konkurrierende Datenbank unterdrücken könnte und so eine Verzerrung auf dem Datenbankmarkt entstünde.

Oracle hat dieser Sichtweise bislang widersprochen und hatte erklärt, dass die Verzögerung für Sun Kosten in Höhe von 100 Millionen Dollar verursache. Auch das US-Kartellamt hat die rund sieben Milliarden Euro schwere Übernahme schnell durch gewunken.

Florian Müller, Kritiker der MySQL-Übernahme erklärt dazu: “Oracle rückt offensichtlich von der bisherigen Position ab, dass die Beschwerdepunkte der Kommission haltlos seien. Sonst bräuchte Oracle jetzt nicht zusätzliche Zeit, um Argumente zu entwickeln. Nach der Rücknahme des Genehmigungsantrags beim russischen Kartellamt vor drei Wochen ist diese Bitte um Aufschub durch die EU-Kommission das nächste Zeugnis von eklatanter Schwäche.”

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